Sonntag, 10. September 2017

09_2017 Grauer Herrenpulli mit Reißverschluss

Oder: Wehe, wenn er den jetzt auch nicht trägt ... 

Vor vielen Jahren, da kannte ich den Herrn Baron erst kurze Zeit, habe ich ihm einmal einen Pulli aus Sockenwolle gestrickt. Und dieser Pulli lag im Schrank. Und da lag er gut. Ich würde mal sagen: Dieser Pulli wurde max. einmal getragen, weil er "einfach viel zu warm" für den Herrn Baron war. Hm. Daraufhin schwor sich die Frau Baron, nie wieder einen Pulli für den Herrn Baron zu stricken – zu viel Arbeit für den Schrank.

Vor einiger Zeit kam dann aber doch der Wunsch nach einem handgestrickten Pulli – grau sollte er sein, nicht zu dick, auf keinen Fall kratzig und modern geschnitten. Nach verschiedenen Wollvorschlägen fiel die Wahl schließlich auf Drops Baby Merino, ein Garn mit einem sehr schön glatten Griff, zu verstricken mit NS 3,25 mm. Das passte.

Und nun ist das gute Stück fertig, nachdem gestern noch mal eine Extrarunde eingelegt werden musste: Nach dem Entspannungsbad waren die Ärmel nämlich so lang, dass sie bis über die Finger hingen. Das konnte so nicht bleiben. Das größte Abenteuer war für mich allerdings das Einnähen des Reißverschlusses. So was hatte ich noch nie gemacht und ich gebe zu: Das kann man noch optimieren, aber es könnte auch viel schlimmer aussehen. So bleibt das jetzt.

... und wehe, dieser Pulli liegt auch wieder nur ungetragen im Schrank ...!

(Der von damals liegt übrigens zum Ribbeln bereit, denn weder Farbe, noch Form würde der Herr Baron heute noch tragen, auch wenn die Größe noch völlig ok ist.)






Freitag, 1. September 2017

08_2017 Kuscheliges Leichtgewicht

Oder: Die Sternstunden-Produktion läuft im Hintergrund.

Nicht dass ihr denkt, ich würde aus den Spendengarnen gar nichts für die Sternstunden arbeiten. Nein, ganz im Gegenteil. In den letzten Wochen sind einige sehr schöne Garne zu Tüchern, Socken, Kinderhandschuhen etc. verarbeitet worden – teilweise von mir selbst, teilweise aber auch von meinen fleißigen Helferinnen.

Zeigen möchte ich euch heute ein kuschelig warmes Leichtgewicht von gerade mal 78 g. Gestrickt habe ich das Rüschentuch aus einem Alpaka-Mischgarn mit einer Lauflänge von 700 m auf 100 g und mit Nadelstärke 3,25 mm. Und auch wenn das auf den Fotos eher nach Grau aussieht, handelt es sich um ein ganz dunkles Moosgrün.





Freitag, 25. August 2017

07_2017 Quasi-Camassia

Oder: Etwas schlanker gemacht ... 


... habe ich das vor längerer Zeit entworfene Dreieckstuch "Camassia". Inzwischen trage ich lieber schlankere Tücher, da man diese für meinen Geschmack besser um den Hals wickeln kann.

Unser Chor tritt nach langer Outfit-Suche inzwischen stets schwarz/grau/weiß und rot auf, sprich: Alles ist klamottentechnisch erlaubt, so lange es in diesen Farben geschieht. Und da ist natürlich so ein rotes Tuch das optimale Accessoire zur schwarzen oder auch weißen Kleidung.

Gestrickt habe ich das Tuch aus 137 g Wollmeise in der Farbe "Tulpe" und mit NS 3 mm. Und da ich gerade total Lust auf Lochmuster hatte, brauchte ich auch kaum 10 Tage, um das Tuch komplett fertig zu stellen. Die schlankere Form entstand dadurch, dass ich entgegen der Originalanleitung in jeder 4. Reihe 2 Maschen am Rand zusätzlich zugenommen habe – ich habe also zugenommen, um das Tuch schlanker zu machen ... wenn das auch mal im wahren Leben funktionieren würde *träum*











Freitag, 18. August 2017

06_2017 Herbaria-Mystery-KAL

Oder: Das Geheimnis wird gelüftet ...

Vor einiger Zeit hatte ich angekündigt, anlässlich meines nun tatsächlich abgeschlossenen Masterstudiums (irgendwie kann ich es noch immer nicht glauben, aber es ist vorbei!) einen Mystery-KAL zu organisieren.

In der Zwischenzeit hat das Geheimniskrämerei-Stricken in meiner Ravelry-Gruppe stattgefunden und der letzte Teil der Anleitung ist raus. Ja, die ersten Mitstrickerinnen haben sogar schon ihr Tuch fertig gestellt. Daher kann ich jetzt auch hier ganz offiziell meine Version vom Herbaria-Tuch zeigen.

Verarbeitet habe ich genau 100 g Zitron Filligran in hellgrau und mit NS 3 mm. Das Tuch wurde gut 2,10 m breit und ca. 60 cm hoch. Die Anleitung wird es in Kürze in ganz leicht modifizierter Form zu kaufen geben.

EDIT: 
Die Anleitung ist inzwischen über den Link in der Seitenleiste oder direkt 
auf ravelry.com erhältlich.






Samstag, 12. August 2017

05_2017 Schwarze Orchidee

Oder: Hebt die Maschen!

Ein tolles Muster hat eine gute Strickbekannte aus der Schweiz entworfen: Orchid Alfa ist ein schmales Dreieckstuch mit Hebemaschenmuster. Die Anleitung dafür ist kostenlos auf ravelry zu bekommen (KLICK!)

Meine hauchzarte schwarz-weiße Orchidee ist aus 87 g Drops Lace-Garn und Nadeln der Stärke 3 entstanden. Und ich denke schon über eine weitere Variante nach ...






Mittwoch, 26. Juli 2017

Klein? Groß?

Oder: Alles eine Frage der Relation. 

Bilder sagen mehr als Worte ...

Groß.

Größer.

Am größten.

Sonntag, 23. Juli 2017

Mal ganz was anderes ...

Oder: Es wird gepuzzelt.

Hin und wieder, wenn ich tatsächlich mal ein bisschen Zeit "übrig" habe, setze ich mich auch schon mal sehr gerne hin und packe ein Puzzle aus. Am liebsten ab 1000 Teile aufwärts, Motive querbeet.

Besonders spannend sind noch immer die zwei Umzugskartons voll Puzzles, die ich vor einiger Zeit sehr günstig in einem Internetflohmarkt ergattern konnte – sehr günstig, weil bei den meisten kein Umkarton oder sonstige Vorlage mehr vorhanden war. Das bedeutet: Man muss die Motive "blind" puzzeln, was bei so manchem Motiv eine echte Herausforderung ist. Gerade so einheitliche Farbflächen wie der Rand beim Ägypter-Motiv können anstrengend sein, aber das hebt natürlich auch wiederum den Spaßfaktor. Bei mir zumindest.

Auch meine derzeitigen Lieblingsmotive von Jan van Haasteren, die so manchen Schmunzler auslösen, haben es durchaus in sich: Die vielen kleinen Details und sich immer wieder wiederholende Farbflächen in Form von roten Mänteln beispielsweise machen die Zuodnung der Teile manchmal echt schwierig. Und das gefällt mir ;O)




Dienstag, 11. Juli 2017

Schluss mit lustig.

Oder: Jetzt bin ich Master of Desaster ... äh, Science. 

Mit Schrecken habe ich gesehen, dass ich hier tatsächlich seit Ende Mai keinen Eintrag mehr vorgenommen habe. Es war aber auch eine Menge los in den letzten Wochen und neben der Arbeit und den Wohnzimmerrenovierungsvorbereitungen (schönes Wort, gell?) wollte ja auch noch ein Haushalt erledigt werden. Ach ja, und ein Garten. Und eine Abschlusspräsentation wollte auch noch vorbereitet werden.

Aber seit 1,5 Stunden ist es nun amtlich: Da habe ich nämlich meinen letzten Prüfungsteil, die Präsentation der Masterarbeit mit anschließender Fragerunde, abgeschlossen. Seit 1,5 Stunden bin ich nun keine Studentin mehr. Seit 1,5 Stunden darf ich mich Master of Science (M.sc.) schimpfen. Aus diesem Anlass gibt es alle meine Anleitungen bis einschließlich kommende Sonntag bei Ravelry zum halben Preis (der Preis wird an der Kasse automatisch halbiert).

Und dann habe ich ja auch noch ganz nebenbei an etwas gestrickt, das ich hier nicht zeigen konnte – noch nicht. Denn ich habe einigen Internet-Bekannten versprochen, einen Mystery-KAL zu organisieren. Was das ist? Das ist ein Knit-along (also: gemeinsam dahinstricken) einer Anleitung, bei der das Ergebnis weitgehend ein Geheimnis bleibt, bis alle Anleitungsteile, die nach und nach veröffentlicht werden, raus sind und die ersten Strickergebnisse zu sehen sind. Geheimniskrämerei vom Allerfeinsten. Sozusagen.

So viel sei verraten: Es wird ein langes, schmales Dreieckstuch mit Lochmustern werden. Benötigt werden ca. 100 g Lacegarn (LL ca. 700 m/100 g). Natürlich geht auch dickeres Garn, dann wird das Tuch halt (noch) größer. Die Anleitungsteile wird es voraussichtlich Ende dieser/Anfang nächster Woche über ravelry geben, das ist für mich zum Handhaben am einfachsten. Nach Beendigung des M-KALs wird die komplette Anleitung dann auch wie immer dort zu erwerben sein.

Was ich aber heute schon zeigen kann, ist ein ganz anderes Tuch: Eine Spontanidee, die ich direkt nach dem Kauf des Wollmeisen-Lace-Stranges in der Farbe Fledermaus beim Meisen-Sale in die Tat umgesetzt habe. Ich wollte ein großes, länglich-dreieckiges Tuch haben und das ist nun aus 190 g Wollmeisen-Lace mit 3,25er Nadeln geworden:







Donnerstag, 25. Mai 2017

04_2017 Dreieckstuch

Oder: Es war einmal ...

... ein Knäuel Wollmeisen-Lace in der Farbe "Im Jahr der Ratte". Dieses Garn wollte unbedingt zu einer Strickjacke verarbeitet werden, und dies geschah damals auch ziemlich umgehend. Dumm nur, dass das Jackenmodell einfach nicht so richtig saß, nicht sehr vorteilhaft geschnitten war und deshalb montate-, nein eher jahrelang sein Dasein in einem düsteren Kleiderschrank fristete, bis es eines Tages wieder ans Licht geholt wurde.

Und dann kam Mr. Ribbel.

Die kleinen Einzelknäuel, die dieser feine Herr produzierte, lagen nun ihrerseits wieder ein Weilchen luftdicht verpackt in einer Schublade. Und dann kam endlich die zündende Idee: Ein eher farbneutrales, zum vielem tragbares Schal-Tuch-Dingens sollte her. Es hat dann auch nur noch ein paar wenige Wochen gedauert, um aus ca. 170 g Meisenlace ein solches Tuch zu produzieren.
Und nun kann das neue Dreieckstuch ...


... auch erst mal wieder warten, denn inzwischen sind die Temperaturen doch tatsächlich endlich gestiegen, so dass der erste Einsatz für das Tuch auf den Herbst verschoben werden muss. Hm.






Montag, 22. Mai 2017

Geschafft.

Oder: Jetzt kehrt wieder Normalität ein. Hoffentlich. 

In den letzten Wochen, ja eher Monaten, war es hier richtig ruhig. Das lag daran, dass ich in dieser Zeit kaum zum Stricken kam oder Lust hatte – ja, das kommt tatsächlich mal vor, denn ich war mit meinem Kopf bei meiner Abschlussarbeit vom Masterstudium. Ein nicht ganz einfaches Thema, an sich irgendwie banal, aber genauer betrachtet dann irgendwie doch wieder nicht.

Aber was soll ich sagen: Ich habe mich durchgekämpft. 104 Seiten wurden mit höchst intelligenten *räusper* Texten und dazugehörigen Grafiken und Tabellen gefüllt. Da steht jetzt also drin, wie ich mir vorstelle, dass ein Anbauer für eine für ihn neue Pflanzenart systematisch prüfen und herausfinden kann, ob die Art in seinem vorhandenen oder noch zu bauenden Anbausystem (sprich Feld oder Gewächshaus in verschiedenen technischen Ausführungen) sinnvoll anbaubar sein könnte. Dazu habe ich dann beispielhaft fünf verschiedene Pflanzenarten genauer unter die Lupe genommen: Basilikum, Ginseng, Chia, Stevia und Safran. Da kenne ich mich jetzt also zumindest in der Theorie prima aus ;O)

Am Freitag habe ich das halbe Buch nun abgegeben und habe nun nur noch eine Präsentation der Arbeit in ca. 4-6 Wochen vor mir. Und dann ist es rum, das Masterstudium. Und dann bin ich endlich Master of Desaster ... äh, Sciences.

Jetzt bin ich erst mal bis zum Sommer an der Landesanstalt für Landwirtschaft als Wissenschaftlerin angestellt und wenn nicht noch irgendetwas schief geht, kann ich da ab Sommer dann eine dreijährige Forschungsstelle übernehmen *bitte Daumen drücken*

Und jetzt habe ich auch den Kopf wieder für meine Stricknadeln frei – das nächste Stück ist bereits in Arbeit.


Samstag, 22. April 2017

Neue Anleitung: Gypsophila

Oder: Neuland betreten.

Nachdem ich mich lange Zeit ein wenig davor gescheut habe, eine Anleitung für ein Bekleidungsstück zu schreiben, weil mich das Umrechnen auf andere als meine eigene Konfektionsgröße abgeschreckt hat, habe ich nun einmal Neuland betreten und die Anleitung für den Löcher-Schlabberpulli in den Größen S - M - L - XL - XXL erstellt.

Dankbarerweise hatte ich eine Hand voll Testerinnen, die das Modell bereits einmal gestrickt haben. Lieben Dank an euch dafür!

Ja, und nun ist sie also online, meine erste Anleitung für einen Pulli in mehreren Größen und wie immer über die Seitenleiste sowie direkt über ravelry erhältlich.